Motorrad-Film zum Mitschwärmen

Wenn die Motorradsaison um ist, und das eigene Motorrad eingewintert ist, kann man sich an den Wochenenden mal einen Filmabend gönnen. Einer der Filme, die man als Motorrad-Fan unbedingt gesehen haben muss ist „Quadrophenia“. Der Film stammt aus dem Jahr 1979 und gilt mittlerweile als Klassiker unter den Bikerfilmen. Und selbst wenn man sich diesen mal angesehen hat, lohnt es sich, ihn wiederzuentdecken.

Quadrophenia – ein Blick in die 60er Jahre

Der Film basiert auf der gleichnamigen Rock-Oper von The Who aus dem Jahr 1973, jedoch nur lose. Er erzählt die Geschichte eines Jugendlichen in den 60er Jahren in London. Im Jahre 1964, der Zeit der sog. „Bank Holiday Riots“, kam es immer wieder zu Straßenschlachten zwischen den Rockern und den Mods, zwei rivalisierenden Jugendbanden. Im Gegensatz zu den Rockern mit ihrer charakteristischen Lederkleidung und den schweren Motorrädern bevorzugen die Mods Anzüge und Militärparka mit militärischen Abzeichen und sind mit Motor-Scootern unterwegs.

Im Zentrum des Geschehens steht Jimmy, der junge Anhänger der Mods aus London, welcher von Phil Daniels gespielt wird. An den Wochenenden bricht der Jugendliche aus seinem Alltag aus, welchen seine Arbeit in einer Poststelle ausmacht, und reist herum mit seinem Lambretta Motor-Scooter. Dabei taucht er in die Welt aus Drogen und Partys seiner Jugendbande ab. Unzufrieden mit seinem Leben allgemein taucht er gemeinsam mit seinen Freunden Chalky (Phil Davis), Dave (Mark Wingett), Spider (Gary Shail) und dem Rest der Clique in eine Welt, welche ihm die Flucht aus dem eigenen Alltag ermöglicht. Zunehmend wird er immer mehr vom Mod-Lifestyle desillusioniert, bis sein Leben eine radikale Wende einnimmt.

Ein Film als ein mitreißendes Zeitbild der Atmosphäre des „Swinging-London“

Der Film gilt als ein Zeitbild der Atmosphäre der 60er Jahren in London und den zwei großen Banden jugendlicher Subkulturen. Die Szenen der Straßenkämpfe in Brighton sind ausgedehnt, sodass die fesselnde Energie regelrecht auf den Zuschauer übertragen wird. Kaum ein anderer Film erzeugt eine so realitätsnahe Vorstellung der Mod-Ära mit ihren Vespa und Lambretta Motor-Scootern. Daneben lässt der Film ein universelles Porträt der Jugend- und Gegenkultur entstehen.

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